Ostalpen-Kroatien-FamilienTour

Einmal durch die Ostalpen nach Kroatien und zurück....                             

Text:Thomas Stelzer



Offroad unterwegs .....mit der Familie und guten Freunden....

Einmal durch die Ostalpen nach Kroatien und zurück....

Jaaaaaaa, es sind endlich Sommerferien und alle freuen sich auf den Sommer, das Meer und eine gute Zeit. Freiheit und Abenteuer warten schon. Raus aus dem Alltag, tief durchatmen und eine tolle Zeit zusammen verbringen......LEBEN und FREUNDSCHAFT....

Wir sind 4 Erwachsene, 2 Kinder und 2 Amaroks, die sich am 28.07.2017 von Pfronten im Allgäu aus auf den Weg machen. Die letzte Woche herrschte Nordstau in den Allgäuer Alpen mit Dauerregen und es wird Zeit, das wir Richtung Süden loskommen.

Im letzten Jahr war unser gemeinsames Offroad Ziel, die Green Lanes in Wales. Landschaftlich ein Traum, jedoch bei  teilweise  9 Grad und Dauerregen bekommt man so seine Zweifel an der Definition von „ Sommerurlaub“.

Los geht es also, die Autos sind gepackt und am frühen Abend brechen wir auf Richtung Fernpass. Es herrscht Abendstimmung und Alpenglühen begleitet uns über den Brenner in Richtung Ostalpen. Es ist Urlaub. Wir schnattern und witzeln immer wieder durch das Funkgerät auf Kanal CH 16 und alle haben riesen Lust und sind schon voll eingetaucht. Wir fahren bis in die frühe Nacht und machen unser Lager abseits des Stroms mit den ersten Sternen....Träumt schön...Cassiapaia fährt den Großen Wagen......

Wir sind die nächsten 2 Tage in den Ostalpen unterwegs und finden dort traumhafte Lagerplätze oben an den Berghängen. Wir fahren auf geschotterten Gebirgspässen, müssen teilweise umdrehen, wenn ein Weg durch die starken Regenfälle in der nahen Vergangenheit weggespühlt wurde. Abfahrten mit 28% Gefälle stimmen uns gut ein. Es pfeifen die Murmeltiere, blöken die Schafe, funkeln die Sterne in der Nacht. Von der Passhöhe aus sind wir eines Nachmittages noch weiter aufgestiegen und haben einen Gipfel erreicht. Es sind hier wellige Grassberge und nachts wurde es dann zapfig kalt, so dass der Yeti-Daunenmantel zu Einsatz kam und bei einer heißen Tasse Zimttee zogen wir Parallelen zu Erfahrungen in Wales.

Am nächsten Morgen sind die Berge wolkenverhangen, es ist kühl und nieselt zeitweise.  Bei einer schnellen Tasse Kaffee auf dem Kocher beschließen wir zügig in den Süden zu fahren. Kaffee ist elementarer Bestandteil unserer Tour. Der Erste der wach ist, macht heißes Wasser. Unsere Sachen sind schnell verräumt und so geht es steil und in vielen Serpentinen aus den Bergen heraus. Ab und zu sehen wir einzelne Autos von Pilzsuchern am Wegesrand und kurz dachten wir darüber nach unser Abendessen in diese Richtung zu gestalten.

Heute werden wir noch etwas unterwegs sein, so dass wir die „Pilzjagd“ für heute verschieben. Stattdessen kaufen wir auf dem Weg ein paar italienische Lebensmittel für die nächsten Tage und freuen uns auf Kroatien und die Insel Cres. 

Wir verbringen 1 Woche auf der Insel Cres und der anschließenden Insel Mali Losinj und genießen die Sonne und das Meer. Das Wasser ist so klar und die Farben in allen Blau-und Grüntönen.

Wir tun, was uns gerade in den Sinn kommt und davon viel. Schnorcheln und Fische beobachten, „Luftmatzenkämpfe“ und „Versenken der Frauen“ vom Bootsteeg aus, auf dem Meer treiben, springen von Felsen und kraxeln, Einsiedlerkrebse. Wir lassen es uns richtig gut gehen.

Die Hängematten sind gespannt, ein gutes Buch zwischendurch nicht weit. Wir genießen das erfrischende Duschen zwischendurch bei Lufttemperaturen von über 40 Grad ,das Kochen und erzählen zusammen. Es duftet nach Rosemarin und Pinien. Morgens wird man von der Sonne geweckt und kann vor dem Frühstück eine kleine Runde im Meer schwimmen gehen oder nutzt die Morgensonne für eine Yoga-Einheit. Einen Abend lassen wir den Tag mit Live Music in einer kleinen Bar ausklingen und haben bei Led Zeppelin, Joe Cocker and  The Doors riesen Spaß.

Wir mieten zusammen ein kleines Boot für einen Tag  und erkunden mit 6 PS die umliegenden Buchten. Schnell sind die Kinder unsere Kapitäne und mit einem Bodyboard am 5m Bergseil versuchen wir wie die Define in der Bugwelle zu surfen. Wir springen von Bord, schwimmen wieder ran und schnorcheln durch die kleinen Buchten. Der erste Ankerwurf war natürlich ein voller Anfängerfehler. Viel zu tief und das Boot hat viel zu gut gehalten…Also mussten wir mit zulaufender Taucherbrille abtauchen und den Anker unter einer Felsschuppe rausziehen.

Apnoe-man.

Es war eine sehr schöne Zeit auf den Inseln, aber irgendwann sind alle Zufrieden mit Sonne und Meer und es ist an der Zeit aufzubrechen.

Wir haben uns zum Abschluss der Reise eine Offroad –Tour durch Slowenien vorgenommen und wollen am Abend in einem Flusstal in Italien unser Lager aufschlagen. Phips findet die Zufahrt zu einer traumhaften Strecke, mit steilen Auffahrten auf grasigem Track.

Sobald wir die Straße rechts oder links verlassen und es heißt: “wir gehen offroad !!“, sind die Kinder hellwach. Einer sitzt gleich auf dem Schoß und „lenkt“ den Amarok, der andere sitzt auf der Mittelkonsolle und hilft mit, die richtige Spur zu nehmen und Hindernisse zu erkennen. Dann wird gewechselt, so dass jeder der Kids mal „steuern“ kann. Oder sie stehen beide hinten auf der Pritsche und halten sich am Roof Rack fest und grinsen von einem Ohr zu anderen, wenn ihnen der Wind durch Gesicht bläst.

 Es ist so schön zu sehen , das es allen Spaß macht und schnell wird über den Einsatz von Untersetzung oder Differenzialsperre gefachsimpelt.  Das Funkgerät ist dann im Dauerersatz und es wir wild hin und her gewitzelt unter uns. Eine ganz andere Landschaft mit Wald im unteren Teil und Hochtäler, Wiesen in den höheren Bereichen.  Auf der Höhe zieht der Track den welligen Hügeln entlang und wir freuen uns, dass wir die Grenze zwischen Kroatien und Slowenien ohne Grenzstau und Kontrollen überqueren.

Später in Italien halten wir noch an einer kleinen Cafe- Bar an der Straße und endlich gibt es für jeden eine Tasse Cappuccino und Cafe Macchiato. Ich hatte alle schon den ganzen Urlaub heiß gemacht auf den Cafe in Bella Italia. Außerdem frisch zubereitet von der Mama der Küche: „Tagliatelle mit frischen Pfifferlingen und Steinpilzen“ und „ Apfelstrudel mit Sahne“.  Soooooo Lecker!!!!

Die nächsten 3 Tage sind wir im Flusstal unterwegs. Wir durchqueren unterschiedlich tiefe Wasserfuhrten und suchen uns eine geeignete Spur durch den Flusskies. Unser Lagerplatz ist direkt an einer Stromschnelle, so dass wir immer wieder mit den Bodyboards und Luftmatratzen hinunterschießen und später im ruhigeren Wasser wieder heraus. Abends wird Schwemmholz fürs Feuer gesammelt, Stämme mit der Axt zerkleinert, Feuer gemacht, Burger gegrillt und Geschichten erzählt. Alle sind voll dabei und für die Kids natürlich wie für uns auch Abenteuer pur.

Irgendwann ist der Urlaub dann aber leider zu Ende, aber nicht ohne dass wir uns am Feuer über Reiseziele für das nächste Mal austauschen und mit einem Lachen auf dem Gesicht schlafen gehen. Zufrieden und mit „Satisfy my soul“ kehren wir zusammen Heim in Richtung Pfronten.

Und wir freuen uns jetzt schon auf ein Wiedersehen „Irgendwo im Nirgendwo“, auf dieser wunderschönen blauen Kugel, wenn es heißt : „Take a deep breath, on the wild side“.

Für meinen alten Freund Phips, der mich auf vielen Abenteuern begleitet hat und ein großer Teil von mir ist. Immer. Rock on und vielen Dank.

Dein Tom, Pamela, Janosch und Raphael zusammen mit Phips und Hawaii-Jane

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